08. Was hat Schnarchen bzw. Schlafapnoe mit Übergewicht zu tun ?

Übergewicht ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch für eine Schlafapnoe-Erkrankung.
Klassischerweise ist der Schlafapnoe-Patient übergewichtig. Trotzdem gibt es auch schlanke Patienten mit Schlafapnoe.
Bei Schlafapnoe-Patienten mit Übergewicht jeglichen Schweregrades reicht manchmal schon allein eine deutliche Gewichtsabnahme aus, die Schlafstörungen oder die Tagesmüdigkeit zu beheben.
Auf jeden Fall aber ist durch Studien belegt, dass durch eine Gewichtsabnahme im Durchschnitt der untersuchten Patienten die Anzahl der Atemaussetzer absank, die Beschwerden über Tage besser wurden und die Rate an begleitenden Erkrankungen geringer wurde (siehe Kapitel 17. „Wie behandelt man Schlafapnoe“).
Die positive Wirkung der Gewichtsabnahme stellt man sich so vor, dass durch den Abbau von Fettgewebe im Bereich des Gaumens und der Zunge, durch die gleichzeitige Besserung der Muskelfunktion der Schlundmuskeln und der Atemmuskulatur die Luftwege im Rachen wieder geweitet werden. Auch wird bei Abnahme des Bauchfettes die Lunge weniger vom Bauchraum her „aufgestaucht“  und damit auch die in Verbindung stehenden oberen Atemwege günstiger gestrafft.